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Stand:18.9.2000
26. und 27. Juni 2006 in Berlin
Fachforum: „Integration junger Menschen mit Migrationshintergrund - Sozialer Zusammenhalt durch interkulturelle Strategien und integrierte Ansätze in benachteiligten Stadtteilen"

Eine wesentliche Bedeutung im Prozess der Integration junger Menschen mit Migrationshintergrund kommt der Bildung, insbesondere dem frühzeitigen Erlernen der Sprache und dem Erwerb von sozialen Schlüsselkompetenzen zu. In vielen Städten gibt es hierzu erfolgreiche Initiativen, die auf vielfältigen Formen der Zusammenarbeit zwischen Kinder- und Jugendhilfe, Ganztagsschulen, Kindertagesstätten, Quartiersmanagements, Migrantenorganisationen, Stadtteilzentren und Bewohnerinitiativen beruhen.

Solche lokalen Strategien und Ansätze zur erfolgreichen Integration junger Menschen mit Migrationshintergrund in sozialen Brennpunkten standen im Mittelpunkt des E&C-Fachforums, das am 26. und 27. Juni 2006 mit ca. 300 Teilnehmer/innen in Berlin-Neukölln stattfand. Aus einer akteurs- und institutionenübergreifenden Perspektive wurden mögliche Wege zur Entwicklung integrierter Angebote im sozialen Nahraum beleuchtet. Gemeinsam mit Vertreter/innen öffentlicher und freier Träger der Kinder- und Jugendhilfe, kommunalen Akteuren aus Stadtentwicklung, Bildung, Arbeit und Gesundheitsförderung und Fachkräften von Schulen, Kindertageseinrichtungen, Quartiersmanagements und Jugendmigrationsdiensten wurden die Anforderungen an Integrationskonzepte und die Zusammenarbeit vor Ort diskutiert.

Nachdem der Bezirksbürgermeister von Berlin-Neukölln Heinz Buschkowsky die Teilnehmer/innen begrüßt hatte, widmete sich die Konferenz in verschiedenen Vorträgen zunächst grundsätzlichen Überlegungen zum Thema Integration junger Migrantinnen und Migranten. In den Foren am Nachmittag wurden aus dem Blickwinkel von Jugendmigrationsdiensten, Migrantenorganisationen, Integrationsbeauftragten und Sozialen Diensten das eigene Selbstverständnis und die Erwartungen reflektiert, die mit der Zusammenarbeit mit anderen Akteuren vor Ort verknüpft sind.

Am Abend wurde in einer lebendigen Atmosphäre und unter aktiver Beteiligung einer jungen Stipendiatin das START-Stipendienprogramm der Hertie-Stiftung vorgestellt. Das Programm will eine Zunahme von höheren Bildungsabschlüssen bei Zuwandererkindern erreichen und zum Aufbau einer Gemeinschaft beitragen, die Menschen, die sich erfolgreich integriert haben, zusammenführt und Vorbilder schafft.

In den Arbeitsgruppen am nächsten Tag diskutierten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer Beispiele gelungener Praxis in Handlungsfeldern wie Bildung, Gesundheitsförderung, Sprachförderung, Bürgerschaftliches Engagement und Kriminalitätsprävention. Die zentralen Ergebnisse der Diskussionen in den Foren und Arbeitsgruppen haben u.a. Folgendes deutlich gemacht:
  • Angebote können dann besonders greifen, wenn sie in eine städtische bzw. stadtteilbezogene Gesamtstrategie eingebunden sind.
  • Die Einbindung aller wesentlichen Akteure und Institutionen in lokale Netzwerke stärkt die Zusammenarbeit untereinander und die Problemlösungskapazität der Beteiligten.
  • Multikulturelle Kollegien und Teams und die Stärkung der interkulturellen Kompetenzen aller Akteure sind eine wesentliche Voraussetzung für einen nachhaltigen Wandel in den Institutionen und Einrichtungen.
  • Für die zivilgesellschaftliche Verankerung integrationspolitischer Anliegen hat es sich als sehr positiv erwiesen – unter Einbindung von fachlich begleiteten Ehrenamtlichen – Multiplikatoren/innen im Stadtteil zu stärken, die eine Brückenfunktion zwischen den Gemeinschaften übernehmen.
  • Die aktive Einbeziehung der Eltern sowie der Lern- und Lebenswelt der Kinder und Jugendlichen und eine ressourcenorientierte Herangehensweise sind wichtige Bedingungen für eine gelingende Integrationsarbeit. Insbesondere die Würdigung der Muttersprache und die Förderung von Mehrsprachigkeit sind dabei zu berücksichtigen.

Die vollständige Dokumentation der Konferenz kann herunter geladen werden..



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Stand:18.9.2000
Weitere Informationen zur Programmatik sowie Materialien zum Nachlesen und zum Download:

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